Israelische Holzbauprofis zu Gast in Biberach

EZA Handel und Industrie GmbH mit Hauptsitz in Hadera – eine Stadt in Nordisrael nahe dem Mittelmeer - ist Israels größter Handelsunternehmer für die Holzbauindustrie. Ob Bauunternehmer, Vertragsfirma, Eigenheimbauer, Handwerker oder Hausbesitzer; die Firma EZA vertreibt alle Materialien, die für Bauprojekte benötigt werden.

EZA besteht aus drei EZA-Zentren an allen gut erreichbaren Orten Israels: Hadera, Hod HaSharon in der Scharonebene und Rehovot – etwa 20 Kilometer südlich von Tel Aviv.

Jedes Zentrum besteht aus einem Holzhof, einem Dachdeck-Zentrum mit allem nötigen Zubehör, einer professionellen Werkzeughandlung und einem Ausstellungsraum, die eine reiche Auswahl an Lösungen für den Holzbau präsentiert. EZA hat es sich zum Ziel gesetzt, Kunden mit hochwertigen Holzprodukten zu beliefern und arbeitet deshalb seit vielen Jahren mit einer Reihe internationaler Zulieferer zusammen, um die größtmöglichste Bandbreite an Holz und Materialien in Israel anbieten zu können.

Zusätzlich organisiert EZA seit mehreren Jahren Bildungsreisen nach Deutschland für interessierte israelische Holzbauunternehmer, Zimmerer und Dachdecker, um sich über die dortigen Bauweisen und Technologien zu informieren.

Die diesjährige Fahrt stand unter dem Motto „Wood Working Seminar“ und führte eine Gruppe von 21 israelischen Holzbau-Experten zum Bildungszentrum Holzbau in Biberach. Ori Itzhaki organisierte und betreute die Gruppe im Auftrag der EZA Handels GmbH.

Am Mittwoch, 18. Januar, wurde die Gruppe am Flughafen in München abgeholt und zur Mittagszeit von Anna Strahl im Kompetenzzentrum Holzbau & Ausbau willkommen geheißen. Mit einem reichhaltigen Mittagessen hieß es erst einmal "Wärme tanken", um die extreme Kälte zu vertreiben, die unseren israelischen Gästen sehr zu schaffen machte.

Wolfgang Schafitel, Leiter des internationalen Teams in Biberach, begrüßte anschließend die Gruppe aufs Herzlichste und erläuterte den hoch interessierten Teilnehmern das deutsche Ausbildungssystem und die Strukturen des deutschen Holzbaus. Nach der theoretischen Einführung und Präsentation ging es zur Besichtigung der Ausbildungswerkstätten des Zimmerer Ausbildungszentrums und des Museums. Auch die Durchführung eines Blower-Door-Tests zur Veranschaulichung der Luftdichtheitsmessung an Gebäuden wurde vorgestellt und diskutiert.

Am zweiten Tag erklärte Ausbildungsmeister Karl-Josef Weber der Gruppe Wissenswertes über Restaurierung und die Sanierung von Altbauten. Neben dem theoretischen Unterricht, zeigte Ausbildungsmeister Weber den israelischen Fachleuten auch den praktischen Unterricht am Objekt in den Ausbildungs-Werkstätten für Restauration und Restaurierungsarbeiten.

Am Nachmittag übernahm Wolfgang Schafitel wieder die Gruppe und die gemeinsame Exkursion ging zunächst zum Holzwerk Schneider nach Eberhardzell-Kappel und anschließend wurde die Zimmerei Schafitel in Reinstetten besichtigt, sowie Baustellen von Niedrig-Energie-Häusern.

Müde, durchgefroren, aber rundum zufrieden und begeistert kehrte die Gruppe zum Abendessen ins Kompetenzzentrum Holzbau & Ausbau nach Biberach zurück. Beim gemeinsamen Essen wurde weiter angeregt diskutiert und zum Abschluss erhielt jeder Teilnehmer ein Zertifikat ausgehändigt, zusammen mit dem Zimmerer Maskottchen, dem „Timmy“.

Am Freitagmorgen hieß es dann nach einem letzten Frühstück in Biberach Abschied nehmen. Die israelische Gruppe machte sich auf zum nächsten Ziel ihrer Reise – der Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme – zur BAU 2017 nach München, wo bestimmt weitere zahlreiche Highlights auf die wissenshungrige und aufgeschlossene Gruppe aus Israel wartete.


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