DHV Bauleiter auf den neuesten Stand gebracht

Ausgebuchter Update-Kurs im Bildungszentrum Biberach

Ein Bericht von Gerhard Lutz

Seit über fünf Jahren hat sich im DHV ein Kurs etabliert, der in der Branche von sich reden macht: die Qualifizierung zum DHV Bauleiter im Holzbau. Über 200 Teilnehmer haben bisher an diesem Intensiv-Kurs teilgenommen. Es war deshalb nur folgerichtig dem Wunsche der DHV Bauleiter nachzukommen und im Rahmen einer UpDate-Veranstaltung Theorie und Praxis
Bauleiteralltags aufzufrischen.

Das bewährte Team Eisele, Lutz und Meyer hatte zuvor intensiv die Teilnehmerfragen vergangener Kurse ausgewertet und für den 03. und 04.Juni ins Bildungszentrum nach Biberach eingeladen.

Die Kommunikation des Bauleiters

Wie keine andere Person am Bau steht der Bauleiter im Focus des Geschehens. Sein persönliches Auftreten, seine Sprache, seine Gesten tragen maßgeblich zum förderlichen Klima auf der Baustelle bei. Die DHV Bauleiter konnten deshalb, unterstützt durch modernste Tagungstechnik, Erfahrungen gewinnen, was es heißt vor einer Gruppe zu reden und seinen persönlichen Standpunkt zu vertreten. Trainer Joachim Meyer ermunterte selbst den „Introvertierten“ aus sich raus zu gehen. Aber auch die schriftliche Kommunikation (Wer schreibt der bleibt!) wurde geübt. Wie schreibe ich form- und inhaltsgerecht einen wichtigen Brief z.B. an meinen Kunden oder auch an den säumigen Subunternehmer und ist eine Kompetenz, die jeder Bauleiter beherrschen muss.

Baurecht: Ein leidiges Thema

„Vor Gericht und auf hoher See, sind Sie in Gottes Hand“. Wer kennt nicht diese volkstümliche Wahrheit, dass nicht immer derjenige Recht bekommt, der richtig gehandelt hat. Ein Bauleiter, der das Baurecht nicht kennt, steht auf verlorenem Posten. Grund genug, sich nicht nur mit aktuellen Fällen aus der Baupraxis zu beschäftigen, sondern ganz real einen Gerichtsaal zu installieren und die unterschiedlichen Rollen einzuüben, mit denen ein Bauleiter konfrontiert sein könnte. „Richter“ Klaus Eisele vom Landgericht am Bildungszentrum brachte die Parteien ganz schön ins Schwitzen und so mancher Zeuge redete sich beinahe um „Kopf und Kragen“. Dass es dabei nicht immer bierernst zuging versteht sich von selbst.

Bautechnik und Wissen

Was wäre ein Bauleiterseminar ohne den Betrag „Was gibt’s Neues am Bau, was kann ich im eigenen Betrieb besser machen?“. Ein erster Schwerpunkt lag in einem praktischen Teil: Wie messe ich Qualität? Buchstäblich mit der Hand am langen Arm konnten die Bauleiter Messgeräte jedweder Art ausprobieren. Ein neues Termin-Organisations-System stellte Gerhard Lutz mit dem Produkt „Last Planner“ ebenso vor, wie verschiedene Lösungsansätze für den Holzbau im Urbanen Umfeld. Der Holzbau wird, so Lutz, seine Zuwachsraten durch den Neubau von Gebäuden der Gebäudeklasse 3 und 4 gewinnen. Häuser, die sich hervorragend für die älter werdende Gesellschaft eignen und den hohen Nachfragedruck nach erschwinglichen Qualitätswohnungen decken können.

Die nächsten DHV Bauleiterkurse im Bildungszentrum Holzbau in Biberach finden statt am:
30.11.-03.12.2016 und 29.03.-01.04.2017


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