Qualität durch Qualifizierung: Der aktuelle Jahrgang Brückenkurs zum Zimmermeister im Bildungszentrum Biberach

Ein Gastbeitrag von Heide Gentner, Referentin und Mitarbeiterin von MOLL pro clima

Wer Qualität anbieten will, der sollte auch eine möglichst intensive und gute Ausbildung durchlaufen. Dieser Meinung sind auch die 20 Teilnehmer der aktuellen Zimmerermeister-Ausbildung in Biberach, die seit November 2015 am Bildungszentrum lernen.

"Die Voraussetzung hierfür sind Praxiserfahrung, der Wille zur Horizonterweiterung und der Antrieb, im Leben voranzukommen. Wir wollen die Qualität im Handwerk sichern: Je mehr sich weiterbilden desto bessere Arbeit können wir den Kunden bieten“, sagen Eric Herrmann und Stefan Weihing. Sie sagen, dass die Begeisterung für ihr Handwerk sie verbindet und sie Spaß haben, ihr Können zu verfeinern. Armin Prechter, Rene Rützel und Jürgen Wiest ergänzen: „Wir haben das Bildungszentrum Biberach gewählt, da die Ausbildung besonders gut ist: Man kann hier modulweise lernen. Das bedeutet, wir können im Sommer arbeiten und im Winter pauken. Das Spektrum ist sehr weit: Von der Kalkulation über Praxis bis zum Erwerb des Ausbilderscheins.“

Die Teilnehmer haben teilweise bis zu drei Jahre gewartet, um den finalen Meisterkurs in Biberach besuchen zu können: „Diese Ausbildungsform gibt es nicht überall in Deutschland. Biberach ist der Vorreiter. Außerdem sind die Dozenten Spezialisten in ihren Bereichen, beispielweise ist Michael Rieger Vizeweltmeister und Jochen Ströhle Weltmeister im Schiften. Der Treppenbau-Lehrer Andreas Beck arbeitet sehr praxisbezogen, gibt viele Tipps weiter aus seiner jahrzehntelangen Berufserfahrung. Unser Ausbildungsleiter Maximilian Schneider selbst ist eine Koryphäe im Bereich Leistungsverzeichnisse und Kalkulation.“

Die Ausbildung zum Zimmerer ist beliebt, denn: „Es ist ein moderner Beruf mit Tradition. Holz ist ein vielseitiger Baustoff und das Gold der Zukunft“, sagen Daniel Fileki-Kleint, Alexander Ray, Bernhard Winterhalter und Michael Eggle.

Die Ausbildungszeit vom Gesellen zum Meister erstreckt sich über elf Monate, die sich auf drei Module aufteilt: Erst lernen die Teilnehmer, wie man als Polier alle Gewerke auf dem Bau koordiniert. Dann folgt der kaufmännische Part. Teil drei der Meisterprüfung beinhaltet steuerrechtliche, betriebswirtschaftliche, vertrags- und arbeitsrechtliche Aspekte. „Mehr Wissen als Zimmerer kann man eigentlich nicht lernen, alle Module greifen nahtlos ineinander“, sagen Christoph Hermann und Maximilian Fritsch.

Nach der Ausbildung wollen einige den Familienbetrieb übernehmen oder eine eigene Zimmerei gründen. „Außerdem bedeutet Wissen Qualitätssicherung – durch die Ausbildung sind wir auf dem aktuellen Stand der Technik“, sagen beispielsweise Marco Schuster, Toni Bammer und Fabian Merz.

Meisterschüler und Dozenten bleiben auch nach bestandener Prüfung in Kontakt: „Es ist schön zu Wissen, dass die Mitarbeiter hier aus Überzeugung ihren Beruf leben und auch immer für Fragen und Diskussionen da sein werden“, sagen Oliver Stahl und Johann Dicklhuber.

Alle Fotos: MOLL pro clima


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